Angeln in Schweden

ANGELN IN SCHWEDEN

 

In diesem Artikel findet ihr Wissenswertes über die Sportfischerei in Schweden und was ihr vor eurem Angeltrip beachten solltet.

 

Allgemeines

Schweden ist mit seinen über unzähligen Seen, Flüssen und langer Küste ein Paradies für Angler aller Art. Sowohl Profi-Angler, als auch Anfänger kommen hier auf ihre Kosten. Einen, wie in Deutschland üblichen, Angelschein benötigt ihr nicht. Es reicht sich eine Angelkarte für die entsprechende Zeit zu kaufen. Diese erhaltet ihr unter iFiske.se, in Angel-Fachläden, aber auch an Campingplätzen, Touristeninformationen oder Tankstellen. Dank des schwedischen Allemannsrätt, darf sich jeder Mensch frei in der Natur bewegen, solange er diese so hinterlässt, wie er sie vorgefunden hat. Ihr dürft beispielsweise bis zu zwei Nächte am Stück an der gleichen Stelle zelten, Boote fahren, schwimmen, wandern, Fahrrad fahren und Beeren sowie Pilze sammeln. Zum Beispiel darf ein Steg zum vorübergehenden Festmachen eines Bootes oder auch als Einstieg ins Wasser genutzt werden, solange er sich nicht auf klar sichtbarem Privatgelände befindet. Auch solltet ihr bei euren Expeditionen in der schwedischen Landschaft euch nicht zu nah an Wohnhäusern etc. aufhalten um die Privatsphäre der dort lebenden Menschen zu respektieren. Als Faustregel gilt: Nicht stören, nicht zerstören. So bietet sich uns auf unseren Angeltrips eine fast unberührte, oft unentdeckte Natur.

Geographisch

 

Landschaftlich lässt sich das Land in drei Regionen einteilen: „Götland“, „Svealand“ und „Norrland“.
Götland ist geprägt von weiten Ebenen, Mischwäldern, landwirtschaftlichen Flächen und einer etwas dichteren Besiedelung, als im Rest des Landes. Verbunden werden Götland und Svealand durch die beiden größten Seen Schwedens, den Värnern und den Vättern. Weiter nördlich erstrecken sich die schier endlosen Wälder Mittel- und Nordschwedens. Hier beginnen auch die Fjällregionen (Gebirgsregionen), die sich bis ganz in den Norden fortziehen und das Land im Westen von Norwegen trennen.
Besonders bemerkenswert ist im Vergleich zu Mitteleuropa, dass die Natur an vielen Stellen deutlich unbesiedelter und unbebauter ist. Es gibt zwar besonders beliebte Angelspots, an denen ihr auch regelmäßig auf gleich Gesinnte stoßt, doch bieten die vielen Seen und Flüsse auch immer die Möglichkeit euch alleine an einem Gewässer zu bewegen.
Während Angler in den Ebenen des schwedischen Südens vor allem Hecht, Zander, Barsch und einige Friedfische finden, sind weiter nördlich in den Wäldern des Fjälls Hecht, Barsch, Karpfen, (Bach-) Forelle, Äsche, Saibling und Zander beheimatet. Es gibt aber auch in den Küstengebieten sehr beliebte Flüsse, in denen Lachse gefischt werden können.

In Schweden findet ihr mit etwas suchen oder einem lokalen Guide schnell das auf euch zugeschnittene Gewässer. Das gesamte Land ist überzogen mit kleinen und großen Seen, die bis auf wenige Ausnahmen naturbelassen und unbebaut sind.  Ebenso verhält es sich mit den unzähligen Flüssen, die viele unterschiedliche Verhältnisse bieten. Zum Beispiel gibt es in der Region Jämtland mehr als 17.000 befischbare Seen mit einer Gesamtoberfläche von etwa 4500km² und über 2800km Fließgewässer. Damit besteht die gesamte Region aus etwa acht Prozent Wasseroberfläche.

Sonnen und Lichtverhältnisse

 

Bekannt ist Schweden auch für seine langanhaltende Sonne im Sommer bzw seine vergleichsweisen dunklen Winter. Doch dieses Bild trifft eher nur auf den nördlichsten Teil des Landes zu. Hier geht die Sonne im Sommer tatsächlich einige Wochen/ Tage kaum unter und es durchgehend hell, wärend sie sich um Weihnachten und Neujahr kaum blicken lässt. In Mittelschweden dämmert nachts es zur Sommersonnenwende lediglich, im Winter ist es aber auch jeden Tag mindestes 6 Stunden taghell.
Südschweden hingegen erinnert dagegen eher an norddeutsche Verhältnisse. Im Frühjahr und Herbst halten sich die Tages- und Nachtstunden die Waage.
Diese wechselnden Lichtverhältnisse machen sich natürlich auch beim Angeln bemerkbar und gekonnte Angler können dies für sich nutzen.

Durch den langanhaltenden aber niedrigen Sonnenstand im Sommer lässt es sich oft bis tief in die Nacht hervorragend und ohne weiteres künstliches Licht angeln. Ebenso spielt der Luftdruck bzw die Veränderung selbigen eine wichtige Rolle. Während die Küstenregion regelmäßige Wetterschwankunken erfährt, verhält sich der Luftdruck im Landesinneren häufig eher konstant, was das Beißverhalten positiv beeinflusst. Am konstantesten verhielt sich der Luftdruck in den vergangenen Jahren in den Tälern am Rande der Fjällregionen.

Sportfischen
 
Das Angeln gilt als eines der beliebtesten Hobbys der Schweden. Die Gründe dafür sind sicherlich vielseitig aber nicht verwunderlich. Zum einen sind die Gewässer des Landes sehr fischreich und überall frei zugänglich, zum anderen benötigen Angler keinen Angelschein oder andere behördliche Genehmigungen. Es reicht sich eine Angelkarte für die entsprechende Region und Zeitraum zu kaufen und schon kann ein jeder loslegen. Sicher ist es auch mit Blick auf den Schutz der Tiere ratsam einen Angelkurs zu besuchen, generell sind die Hürden aber gering in Schweden.
Ebenso liberal verhält es sich mit dem Fahren eines Bootes. Generell gilt: Für Boote unter 12m Länge und 4m Breite benötigst du keinen Bootsführerschein. Eine Altersgrenze für Menschen oder PS-Begrenzung für Motoren gib es nicht.
Als beliebte Zielfische gelten bei Anglern Hechte, Barsche, Forellen, Äschen und Zander. Dabei werden hier fast alle Angelmethoden angewendet.
Neben Spinnfischen und Trolling wird auch gerne stippgefischt und auf Grund gefischt. Ebenso erfreuen sich Fliegenfischen und Eisangeln  einer großen Beliebtheit und einer langer Tradition in Schweden.
Auch wenn das Fischen sehr liberal gehandhabt wird, gibt es regionale Bestimmungen um den Fischbestand und die Umwelt zu bewahren und zu schonen. Informiert euch daher vor eurem Angeltrip, ob es in der Zeit Einschränkungen in Bezug auf Fangmethoden, Entnahme oder Gebiete gibt. Die nötigen Informationen findet ihr bei einem regionalen Guide oder unter www.svenskafiskeregler.se www.ifiske.se  und www.fiskekartan.se. 


Fischen im Herzen Schwedens

 

In diesem Artikel möchten wir euch noch eine Region exemplarisch vorstellen, in der wir einige unserer persönlichen Lieblingsgewässer gefunden haben: Jämtland. Gelegen an den südlichen Ausläufern des Fjälls an der Grenze zu Norwegen. Die Gegend ist sehr weitläufig mit den Bergen des Fjälls, weiten Ebenen und Tälern am Rande des Gebirges. Menschen trifft man hier jedoch nur wenige, auf eine Gesamtfläche von etwa 38.000m² kommen knapp 112.000 Menschen. Neben der Landeshauptstadt Östersund leben die Menschen hier eher in kleinen Gemeinden und Dörfern, was der Landschaft eine ganz eigene Idylle verleiht. Die Nadelwälder sind beeren- und pilzreich und neben Elchen kann man hier unter anderem auf Rentiere, Rehe, Schneefüchse, Vielfraße, Wölfe, Bären und Schneehasen treffen.
Es ist diese endlose und wilde Landschaft, die uns immer wieder begeistert. Das Fjäll im Hintergrund, umgeben von Bäumen, im Boot auf einem Fluss oder See den Sonnenuntergang beim fischen bewundern.
Ihr werdet, der Gesamtbevölkerung geschuldet, nur selten auf andere Menschen am Wasser treffen und könnt euch ganz auf euch, die Zielfische und die Natur konzentrieren.
Da wir gerne auf Hecht spinnen und trollen, zählen zu unseren Lieblingsgewässern bei den Flüssen Blädjan und Sexan und bei den Seen Smedjemorasjön, Orrmosjön und Grimsjön.
Die Flüsse lassen sich besonders gut mit Kanus und Paddelbooten befahren und bieten den Räuberfischen viele Versteckmöglichkeiten. Neben Hechten fangen wir hier auch regelmäßig Barsche als Beifang. Smedjemorasjön und Orrmosjön sind beide über 10km lang und eher schmaler veranlagt. Auch hier finden sich viele Versteckmöglichkeiten im Uferbereich, aber auch Kanten, an denen sich vor allem die größeren Hechte gerne aufhalten. Der Grimsjön ist dagegen eher rundlich veranlagt und hat einige kleine Inseln, die sich beim Trollen gut umfahren lassen. Er ist etwas abgelegener, dafür ist man hier meist für sich mit einer bestechenden Natur alleine. Neben wenigen Vögeln und dem Wind in den Bäumen hört man hier nur das Wasser an der Bootswand und die eigene Spule surren.
Um die befischbaren Gewässer kümmern sich in Jämtland die über 150 Anglervereinigungen vor Ort, sowie die Kommunal- und Regionalverwaltung. Sie kümmern sich um die Gewässerqualität und den Fischbestand, richten aber auch Angelwettbewerbe und ähnliches aus.

 

Sollte es euch nun das Reise- und Angelfiber gepackt haben und es euch ins Angelparadies Schweden ziehen, kontaktiert uns gerne. Wir beraten euch bei den Planungen und bieten Übernachtungsmöglichkeiten, Ausrüstung, sowie Guiding nach euren Bedürfnissen an.

BUCHUNG ANGEL ANGEBOTE

Bitte tragt alle notwendigen Informationen und vor allem euer Wunschdatum in das Kontaktformular ein, sobald wir den Termin bestätigen können, erhaltet ihr eine E-Mail mit weiteren Informationen.

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